Zwischenruf von draußen

Zwischenruf von draußen

Am 31. März 2011 um Mitternacht endete meine kommunalpolitische Zeit in Marburg. Wenn man aufhört, soll man das ebenso gründlich tun, wie man sich vorher abgestrampelt hat. Ich bin auch gar nicht mehr viel in Marburg. Mein kommunales Wahlrecht habe ich mir allerdings erhalten. Man könnte es einmal brauchen. Zum Beispiel jetzt.

Die Marburger Linke hat Jan Schalauske als Oberbürgermeister-Kandidaten aufgestellt. Den wähle ich, und ich schiebe hiermit Reklame für ihn.
Er ist das Gegenbild zu der in Marburg üblichen Charaktermaske der kommunalen Rampensau, also ein vor allem sachlicher Typ.

Seine Konkurrent(inn)en werden Wahlversprechen machen. Er dagegen hat bereits geliefert. Viele Vorschläge, die die Marburger Linke in den vergangenen Jahren gemacht hat, wurden von den anderen Parteien erst abgelehnt, aber dann, wenn der Problemdruck groß genug wurde, übernommen. Eine solche Bilanz hat sonst niemand. Wenn man wissen will, welche vernünftigen Dinge in den nächsten Jahrzehnten gegen alle Blockaden letztlich durchgesetzt werden, muss man nur in das jetzt noch gültige Wahlprogramm der Marburger Linken sehen. So wird es kommen.

Falls Jan Schalauske nicht gewählt werden sollte (und das könnte passieren), kommt es doch darauf an, wie viele Stimmen er erhält. Sie werden Teil des Drucks von links sein, unter den der oder die letztlich Gewählte vom ersten Tag an zu setzen ist.
Georg Fülberth

Erschienen in Paroli Nummer 26, Mai 2015.

http://www.die-linke-marburg.de/05/Paroli_Mai_2015.pdf