Kleine Anfragen August 2013: Collegium Gentium und Hinweistafel Wolfgang Abendroth

Kleine Anfragen August 2013: Collegium Gentium und Hinweistafel Wolfgang Abendroth

Im Jahr 2006 wurde das internationale Studierendenwohnheim Collegium Gentium (CG) trotz heftiger Proteste der Bewohner/innen aufgelöst. Der Betrieb des Wohnheims wurde durch die Stiftung „Collegium Gentium Marburg“ gewährleistet, die 2008 liquidiert wurde. Welche Kenntnisse hat der Magistrat über die Verwendung des Stiftungsvermögens?

Nach Liquidation wurde entsprechend der Stiftungssatzung das verbleibende Stiftungsvermögen i.H.v. 4.892,79 € an die Universitätskasse der Philipps-Universität mit dem Hinweis „Zur artverwandten Verwendung lt. Stiftungssatzung“ überwiesen.

Warum befindet sich am Haus in der Wilhelm-Roser-Straße Nr. 53 kein Hinweisschild auf den Staatsrechtslehrer und Politikwissenschaftler Prof. Wolfgang Abendroth, der als erster Direktor des Instituts für Politikwissenschaft den Fachbereich entscheidend prägte und der in dem Haus Nr. 53 von 1960 bis 1972 wohnte?

Der Magistrat hat sich am 2. Februar 1995 bei der Entscheidung über eine erste Liste der „Historischen Hinweisschilder“ nicht für die Aufnahme des vorgeschlagenen Wolfgang Abendroth entschieden.

2003 wurde dann nach Abendroth die Fußgängerbrücke an der Mensa über die Lahn benannt. Auch auf der Marburger Website www.marburg.de/de/11790 wird Abendroth unter den „Marburger Berühmtheiten von A – Z“ aufgeführt.

Die „Historischen Hinweisschilder“ werden in der Regel in öffentlich stark frequentierten Räumen der Kernstadt angebracht, da sie nur dort von Einheimischen und Touristen auch gut wahrgenommen werden. Die Wilhelm-Roser-Straße 53 liegt recht dezentral. Auch der andere Wohnsitz Abendroths in der Georg-Voigt-Straße 7a (1951 – 1960) liegt etwas abseits.